Workshop Impressionen

Impulskontrolle 04.08.18

Yvonne & Ditumba
Doro & Butch
Schnüffelspass
Silent Training
Katja & Bahiya
Individuelle Problemlösung
Nadja & Vivaldi
Prioritäten setzen
Bahiya
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Bericht von Yvonne Ruprecht und Schäferhündin Ditumba

Wir treffen uns am Samstag den 4.August 2018 um 13:00 Uhr auf dem Parkplatz der Schiessanlage Guntelsey, der Kurs findet unter der Leitung von Rebecca Scheck statt. Wir sind fünf Teilnehmerinnen mit fünf verschiedenen Hunden, fünf unterschiedliche Rassen und im Alter zwischen sechs Monaten und fünfeinhalb jährig.

Da es wahnsinnig heiss ist starten wir gleich mit einem kleinen Spaziergang in den Wald hinein mit Abkühlung im Glütschbach. Danach lassen wir die Hunde kurz frei laufen, damit sie sich unter Kontrolle beschnuppern und kennenlernen können. Danach starten wir richtig mit dem Kurs. Nach der Vorstellungsrunde gibt es die erste Übung: Wir spazieren im Wlad herum mit dem Hund an der Schleppleine. Gemeinsam den Wald erleben, Grasbüschel anschauen, Gudeli suchen im Gebüsch. Dies machen wir ohne mit dem Hund zu reden. Es ist sehr ruhig, wir sind gemütlich unterwegs und der Hund wird nicht mit Kommandos zugeschüttet. Rebecca bewegt sich innerhalb der Gruppe und geht von Teilnehmerin zu Teilnehmerin. Sie schnappt Situationen auf und gibt unmittelbar und direkt Rückmeldung. Fragen werden kompetent beantwortet und jede Teilnehmerin erhält laufend Tipps und Anregungen zum Verhalten des eigenen Hundes. Zwischen den "Spazier-Übungen" gibt es immer wieder kleine Theorieeinlagen. Die Teilnehmerinnen werden zur Reflexion ihres eigenen Verhaltens motiiert. Uns wird aufgezeigt, dass gewisse Handlungen vom Hund in Ordnung sind, weil er es vom Alter her noch gar nicht besser wissen kann. Wir lernen das ein Hund im Kopf erst mit etwa vier Jahren erwachsen ist und so verstehen wir, dass manch einer zu früh zu viel von seinem Hund erwartet.

Wir machen uns Gedanken über die Prioritätensetzung im Zusammenhang mit Impulskontrolle, also wo es wichtig ist dass der Hund "funktioniert" und wo wir etwas mehr Freiheit geben können. Jeder schreibt für sich drei Situationen auf wo er seine Prioritäten setzen will und im Gegenzug Situationen wo die Zügel lockerer gehalten werden können. Wir lernen, das der Hund oft im Alltag völlig zugetextet wird mit Kommandos und es zu einer Art der Überreizung kommt. Also müssen wir lernen selbst einen Gang runter zu schalten damit der Hund auch ruhiger werden kann.

Rebecca zeigt uns Übungen aus dem Tellington TTouch, welche aus der Feldenkrais-Methode entwickelt wurden. Zunächst zeigt uns Rebecca die Übungen vor, anschliessend üben wir in Zweiergruppen am Gegenüber und danach testen wir welche Übung wie auf den Hund wirkt. Es ist eine Form der Massage welche eine beruhigende Wirkung auf den Hund in Stresssituationen ausüben soll. Natürlich funktionier das Ganze nur wenn wir fleissig zu Hause üben, es benennen und erst dann in Akutsituationen anwenden.

Am Bach sitzend zeigt uns Rebecca noch zwei weitere Übungen, weil die Hunde (und wir auch) jedoch schon ziemlich k.o. sind ist es aber schwierig das Gezeigte direkt umzusetzen. Sicher ist jedoch dass nun zu Hause fleissig geübt werden muss um auf längere Sicht heraus Erfolge zu erzielen.

Ich glaube dass jede Teilnehmerin und jeder Hund viele Eindrück mit heim nehmen konnte. Für mich war der Workshop sehr lehrreich und mein Hund war auch am Tag danach ausgeglichen und entspannt...ob es wohl schon wirkt?

Liebe Rebecca und liebe Mitteilnehmerinnen und Wuffs, besten Tag für den schwitzigen aber schönen Nachmittag und weiterhin viel Erfolg!

© paws&feet

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